Inklusionsbegleitung in Kindertagesstätten

Inklusion bedeutet, dass jeder Mensch, mit oder ohne Behinderung, am gesellschaftlichen Leben teilnehmen bzw. teilhaben kann. Ihr Ideal ist eine vielfältige und bunte Gesellschaft, in der alle Mitglieder die gleichen Chancen und Möglichkeit erhalten, sich frei zu entfalten, entwickeln und teilzuhaben.

Inklusion bedeutet eine Gesellschaft aus allen Individuen zu bilden und nicht einzelne Menschen in eine Gesellschaft zu integrieren.
Inklusion ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, deren Umsetzung von allen Menschen betrieben werden muss.

Wir sind der festen Überzeugung, dass dies Zusammenarbeit und Kontakt bedeutet; dass es bedeutet, voneinander und miteinander zu lernen und Bedürfnisse anderer wahrzunehmen, diese zu respektieren, um gemeinsam verschieden zu sein, damit eine vielfältige Gesellschaft entstehen kann.

Inklusion ist ein Grund- und Menschenrecht:

„Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden“. Art.3 Grundgesetz

Mit der Unterzeichnung der UN-Behindertenrechtskonvention hat sich Deutschland die Inklusion fest auf die Agenda gesetzt.

Aus dieser Vorstellung von Inklusion verstehen wir die Integrationsbegleitung viel mehr als Inklusionsbegleitung. Ziel ist es nicht das Kind in die Kita-Gruppe zu integrieren, sondern, in Zusammenarbeit mit dem Fachpersonal der Kita, externer Partner (Therapeuten des Kindes, Ärzte etc.) und natürlich den Eltern/Erziehungsberechtigten, ein Umfeld zu schaffen, in dem jedes Kind, unabhängig vorheriger Einschränkungen jeder Art, sein volles Potential ausschöpfen kann.

Die Leitfrage ist immer: Wie müssten wir … gestalten, damit das Kind und alle anderen Kinder teilhaben können.

z.B. Tom ist schwerhörig. Er kann im Kita-Alltag am Morgenkreis nicht wirklich teilnehmen, da er die Erzieher und anderen Kinder nicht richtig versteht. Ziel der Inklusionsfachkraft ist es, den Morgenkreis mit den Erziehern so zu gestalten, dass Tom selbst teilnehmen kann; z. B. durch den vermehrten Einsatz von Bildkarten, Einbringen von stummen Spielen etc.

„Man hilft den Menschen nicht, wenn man für sie tut, was sie selbst tun können.“ – Abraham Lincoln

Ziel der Inklusionsbegleitung ist es Barrieren abzubauen, die Rolle des Kindes zu verändern und einen neuen Blickwinkel zu erhalten, damit jeder gleichermaßen teilhaben kann.